Tauchsportärztliche Untersuchung

Sollten gesundheitliche Gründe ein sicheres Tauchen gefährden, kann ein Unfall im schlimmsten Fall bereits beim ersten Tauchgang mit einem Atemgerät eintreten. Dies gilt im Übrigen selbst für Übungen im Hallenbad mit einer geringen Wassertiefe! Hat man sich zu einer Ausbildung zum Gerätetaucher entschieden, sollte die taucherärztliche Untersuchung vor dem ersten Tauchgang mit einem Presslufttauchgerät erfolgen.

Wie oft sollten Sie sich untersuchen lassen?

 

Das Sporttauchen erfreut sich zunehmender Beliebtheit, und die Zahl der Tauchanfänger wie auch der erfahrenen Taucher steigt weiterhin an. Um Tauchunfällen vorzubeugen, werden seit einiger Zeit regelmäßige medizinische Kontrollen empfohlen oder sogar vorgeschrieben.

Das Untersuchungsintervall ist vom Lebensalter abhängig.

 

Die GTÜM empfiehlt die Untersuchung:

  1. alle 3 Jahre, wenn Sie unter 40 Jahre alt sind
  2. jedes Jahr, wenn Sie 40 Jahre oder älter sind.

Welche Untersuchungen sind notwendig?

 

Im Gegensatz zum Berufstauchen oder militärischen Tauchen gibt es für die Vorsorgeuntersuchung im Sporttauchbereich keine verbindlichen Regelungen. Es existiert hier auch kein eigentlicher Zwang zu ärztlicher Konsultation.

Allein aus versicherungs- und haftungsrechtlichen Gründen ist es jedoch ratsam, nicht ohne ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung tauchen zu gehen. Verantwortungsvoll arbeitende Tauchschulen und -basen im In- und Ausland verleihen ohne die Vorlage eines ärztliches Attestes über die Tauchtauglichkeit keine Ausrüstungen. Der tauchsportärztlichen Untersuchung kommt darüber hinaus auch eine Beratungsfunktion zu. Wichtige Fragen oder Probleme können in diesem Zusammenhang angesprochen werden. Die von Fachleuten konzipierten Empfehlungen der GTÜM für die Untersuchung von Sporttauchern bilden derzeit die verlässlichste Grundlage für den tauchsportärztlichen Gesundheitscheck.

 

Die Untersuchung schließt dabei folgende Maßnahmen ein:

 

  1. Erhebung der kompletten Krankheitsvorgeschichte
  2. komplette körperliche Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung des Hals-, Nasen-, Ohrenbereiches, der Brustorgane (Herz, Lunge, große Gefäße), des Nervensystems und des Sehvermögens
  3. Ruhe-EKG
  4. Belastungs-EKG
  5. Messung der Lungenfunktion mit Aufzeichnung des mobilisierbaren Lungenvolumens (Vitalkapazität), der Atemstoßstärke (Einsekundenkapazität) und dem Quotienten aus beiden Werten
  6. Auswertung von Röntgenbildern der Brustorgane aus den zurückliegenden zwei Jahren bzw. Anfertigung neuer Aufnahmen bei zwischenzeitlich aufgetretenen Erkrankungen (zwingend nur bei der Erstuntersuchung)
  7. orientierende Laboruntersuchungen (Urin, Blutzucker, Blutbild, Blutsenkung)

Sollten sich bei diesen Untersuchungen Verdachtsmomente auf bestimmte Erkrankungen ergeben, kann dieses Programm erweitert werden.

Gtüm-Untersuchungsbogen 02/01/2007,12:54 130.62 Kb

 

Weitere Informationen:

Informationen der GTÜM

www.gtuem.org/143/Tauchtauglichkeit/Allgemeine_Informationen.html